Zeichentrickfilme

Was haben James Stuart Blackton, Walt Disney, Matt Groening und Hayao Miyazaki gemeinsam? Sie alle schufen einzigartige und beliebte Zeichentrickfilme.

Dabei gilt das Jahr 1906 als Geburtsstunde des Cartoons als Blackton seinen ersten Zeichentrickfilm zeigte. Wenig später kreierte er die beliebte Figur Gertie the Dinosaur. Anfangs waren die Vorteile von animierten Filmen, dass die physikalischen Grenzen des Realfilms gesprengt werden konnten und so eine fantasiereichere Bearbeitung des Filmstoffs möglich war.

Zumeist richteten sich Cartoons an Kinder und Jugendliche, was die Figurenzeichnung von sprechenden Tieren belegt. Dabei wird auch der Faktor der Niedlichkeit und des Fantastischen bedient. Einen Meilenstein in Sachen Zeichentrickfilm bescherte Walt Disney mit der Erfindung von Mickey Maus und anderen Figuren. Mit seinem Team erschuf er erfolgreiche abendfüllende Zeichentrickfilme, die auch heute noch beliebt sind. Nach seinem Tod führten andere das Studio weiter.

Später entwickelte sich die Tendenz zu einem erwachseneren Stil. Mit den Simpsons gelang Groening ein hauptsächlich an Erwachsene gerichtetes Format zu etablieren. Inzwischen ist die Serie mit einem Kinofilm und 23 Staffeln die am längsten ausgestrahlte Sitcom Amerikas. Außerdem findet die japanische Animekultur immer mehr Fans im europäischen Raum. Diese japanischen Zeichentrickfilme richten sich an Erwachsene und behandeln häufig anspruchsvolle Themen wie Umweltschutz oder Krieg.